Für die freundliche Unterstützung

durch die  Stuttgarter Stiftung Wissenschaft und Religion

www.stuttgarter-stiftung.de

herzlichen Dank!

 

 

Hier entsteht die Internetpräsenz von

 

IGF Stuttgart

 Interreligiöse Gemeinschaft für Frieden

 

         IGF Stuttgart ist erreichbar über ulboe.stgt@web.de                       

 

 

 

Übersicht über die weiteren Ausführungen:  

Versuch: Seitenzahlen zum Ausdrucken

 

 

 Aktuelle Treffen und Termine  S. 2-5

 

 

Jahresthema 2007 und 2008     S. 5-8

 

Wer wir sind und was wir wollen S. 8-10

Gesamtüberblick  -  Stand März 2008  S. 10-11

Charta des trialogischen Miteinander  S. 11-12

Pressemitteilung ‚Aktion 9. November’  S. 12-13

Buch-Neuerscheinung : Gemeinsam unterwegs ... S. 13-15

Wie stellen wir uns eine „Ökumene der Weltreligionen“ vor?  S. 15-16

Tipp's der Zeit / Weiterführende Literatur / Texte für den Weiterweg /  Statistik  S. 16-20

 Stand: Juli 2010

 

  

 Aktuelle Treffen und Termine:


   
Einladung Januar 2010

 

Liebe Freunde und liebe Freundinnen von IGF Stuttgart,

liebe interreligiöse Wegbegleiter und sehr geehrte Damen und Herren,

 

dieses Schreiben gilt wieder der INFORMATION für alle, gegebenenfalls auch mit der Bitte um weitere ideelle Begleitung und Unterstützung, insbesondere pressemäßig, auch überregional, so weit möglich, und natürlich auch als

GANZ HERZLICHE PERSÖNLICHE EINLADUNG.

Nach einer grundsätzlichen Einführung – siehe einseitige Zusammenfassung (unten) von Originalpassagen in www.igfstuttgart.de – haben wir mit unserem Jahresthema 2009:

Religionen reagieren auf einen „Brief von 138 muslimischen Theologen“,

www.warda.info/Ein Wort das uns und Euch gemeinsam ist.pdf,

unter: Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen …

einen ausgezeichneten, komplett befürwortenden Beitrag von hinduistischer Seite gehört und auch eine gute, persönliche Stellungnahme aus Bahá’i-Sicht vernommen. Im Juli konnte das Thema in beeindruckender Weise aus buddhistischer Sicht aufgegriffen werden durch Herrn Dorin Genpo, Bodaisan Shoboyi Rinzal-Zen-Tempel, Hakuin-Zen-Gemeinschaft Deutschland, aus 86424 Dinkelscherben. Für den gelungenen Abend dann im September im Rathaus der Stadt Stuttgart kann unseren muslimischen Schwestern und Brüdern und natürlich auch der Stadtverwaltung Stuttgart nochmals ganz herzlich Dank gesagt werden. Diesen Abend konnten wir dankenswerterweise zu Dritt, mit Frau Demir und Herrn Putra, bei einer landesweiten Aktion 2009

„Meine Welt. Deine Welt. Eine Welt.“

der Initiative SEZ (Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg) mit einem Stand und auch sonst erkennbarem Erfolg am 21. November 2009 in Karlsruhe vertreten. Der nachfolgende Text für diesen württembergischen zentralen Aktionstag im ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie) wurde vom Büro des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Stuttgart aus einer umfangreicheren IGF-Dokumentation bemerkenswert zusammengefaßt:

 

Historischer „Brief von 138 Muslimen“ – Erläuterungen der koranischen Basis am Beispiel von Said Nursi und protestantische Antwort, 18. September 2009

Im Stuttgarter Rathaus fand die IGF-Stuttgart-Veranstaltung „Brief von 138 Muslimen“ statt. IGF ist eine kleine Gemeinschaft, in der sich seit 15 Jahren regelmäßig Vertreter von sechs Weltreligionen treffen. Durch interreligiösen Dialog und Zusammenarbeit wurden praktisch alle religiösen Themen abgehandelt und versucht, in die Tat umzusetzen. Die Veranstaltung wurde durch Klezmermusik umrahmt. Aus protestantisch-evangelischer Sicht wurden fünf Schwerpunkte zum Thema Religion bzw. Weltverantwortung vorgestellt, darunter z. B. die „Notwendigkeit eines ,höflichen ökumenischen Dialogs’ auch der Basis – nicht nur zwischen einigen auserlesenen religiösen Führern“. Der muslimische Beitrag nahm Bezug auf den Islam- und Korangelehrten Said Nursi und dessen Position wider die Gegnerschaft durch Besinnen auf das Gemeinsame im Glauben.

 

 

12. Januar 2010, 19 Uhr

Ahmadiyya Muslim Gemeinde, Daimlerstraße 31, 70372 Stuttgart

Evangelische und persönliche Antworten auf den historischen

„Brief der 138 Muslime“.

Ulrich Börngen

 

21. Januar 2010, 19 Uhr

Stuttgarter Stiftung für Wissenschaft und Religion

Der Beitrag der Ahmadiyya Muslim Jamaat zur interreligiösen Versöhnung

Herr Usmann Mehmood, Stuttgart

Ahmadiyya Muslim Jamaat (Ahmadiyya-Gemeinde)

 

25. März 2010, 19 Uhr

Stuttgarter Stiftung für Wissenschaft und Religion

Nur der aus freier Einsicht handelnde Mensch kann das Göttliche im anderen Menschen finden und lieben lernen, unabhängig von dessen Herkunft und Religion.

Pfr. Alfred Wohlfeil

Die Christengemeinschaft Stuttgart-Mitte

20. Mai 2010, 19 Uhr

Stuttgarter Stiftung für Wissenschaft und Religion

Humanistische Union Baden-Württemberg reagiert auf den "Brief der 138 muslimischen Theologen"

Landesverband Baden-Württemberg (Dr. U. Kauß, Freiburg/Brsg.)

 

Sonderveranstaltung:  10. Juli 2010, 15 Uhr:

BUND FÜR FREIES CHRISTENTUM, Regionaltreffen Stuttgart

Ulrich Börngen über: Gottesverständnis und Weltverantwortung

                                  - christlich und muslimisch

insbesondere unter Berücksichtigung des "Briefes der 138 Muslime"

 

 

HEUTE —  jetzt Stand Juli 2010

möchte ich ganz herzlich einladen zu unseren nächsten Abenden im Jahr 2010, jeweils donnerstags, die unverändert unter dem Jahresthema stehen:

Religionen reagieren auf einen „Brief von 138 muslimischen Theologen“

und zu weiteren Veranstaltungen

 

15. Juli 2010, 19 Uhr

Gaisburgstr. 10 A, im Hof geradeaus, unweit Olgaeck

Stuttgarter Stiftung für Wissenschaft und Religion

Syrisch-Orthodoxe Kirche reagiert auf den "Brief der 138 Muslime"

Subdiakon, Dipl. Religionspädagoge Aslan Demir, Syrisch-Orthodoxe Kirche, Heilbronn

 

1. August 2010: Hindu-Tempel Jahresfest, Hindu-Verein Stuttgart e. V., 11-15 Uhr, im Hindu-Tempel, Waiblinger Straße 30, Bad Cannstatt.

Nach einem Gottesdienst findet die traditionelle Prozession statt und  nach der Prozession gegen 14.30 Uhr erstmals ein interreligiöses Gebet vor dem Tempelgebäude beim Eingang Kreuznacher Straße unter dem Motto: Lasst Gott unsere Herzen vereinen, Ausrichtung in Zusammenarbeit mit IGF Stuttgart.

Das Fest soll verschiedene Religionen einander näher bringen und ein Zeichen für Freundschaft und Versöhnung unterschiedlicher Religionen sein. Gewissermaßen soll es auch ein Dank-Gottesdienst sein für die erfreulichen und erfolgreichen Friedensbemühungen in Sri Lanka und motivieren, sich für die Opfer der kriegerischen Auseinandersetzungen jetzt einzusetzen.

 

 

23. September  2010, 19 Uhr

Gaisburgstr. 10 A, im Hof geradeaus, unweit Olgaeck

Stuttgarter Stiftung für Wissenschaft und Religion

Beitrag aus der Sikh - Religion

Herr Kuhwant S. Wolfrum,  Köngen/Stuttgart - angefragt

 

18. November 2010, 19 Uhr

Gaisburgstr. 10 A, im Hof geradeaus, unweit Olgaeck

Stuttgarter Stiftung für Wissenschaft und Religion

Religion, Geist und Leben des Judentums und seine Bezüge

zum Christentum und Islam. Schönheit, Tiefe und Sinn

des jüdischen Glaubens in Anbetracht des interreligiösen Dialogs.

Religionswissenschaftler Josef Rothschild, Tübingen

2010 ausgezeichnet mit der Otto-Hirsch-Medaille

 

 

  zum Anfang

 Jahresthema 2009 und 2010:

Religionen reagieren auf einen

„Brief von 138 muslimischen Theologen“

 

      M.M. Hanel – Übersetzung: http://www.acommonword.com/

Übersetzung von Abd al-Hafidh Wentzel, 2007, ISBN: 978-3-939191-04-9

www.warda.info/Ein Wort das uns und Euch gemeinsam ist.pdf

Dies soll zur weiteren Verbreitung dieses historischen Vorganges und als Schritt einer Verwirklichung von Gemeinsamkeit von Weltreligionen lokal und weltweit beitragen.

 22. Januar 2009

Einführung ins Thema: „Offener Brief von 138 muslimischen Theologen“

Ulrich Börngen     Kurzfassung, siehe unten, S. 4

19. März 2009

Hinduismus reagiert auf einen Brief von 138 Muslimen

Yoganathan Putra, Stuttgart/Sri Lanka

14. Mai 2009

Perspektiven für die Bahá’i durch das Gottes- und Menschenbild

der "138 Muslime"

Sigrid Barz

 

9. Juli 2009

Buddhismus reagiert auf einen Brief von 138 Muslimen

Dorin Genpo (Hans-Rudolf Döring)

Bodaisan Shoboyi Rinzal-Zen-Tempel, Hakuin-Zen-Gemeinschaft Deutschland

86424 Dinkelscherben

 

18. September 2009, 19 Uhr

Rathaus Stuttgart,  Kleiner Sitzungssaal

Erläuterung der koranischen Basis am Beispiel von

Said Nursi und  protestantische Antwort

Cäcilia Demir-Schmitt

Ulrich Börngen

Jüdische Umrahmung: Klezmer Musik

Miriam Krämer, Querflöte & Michael Wagner, Gitarre

 

Internetseiten mit den Beiträgen der Rathausveranstaltung:

http://www.dialog-forum.de/
http://www.dialog-forum.de/indexUnsereReligion.html

oder der RG des Islam LV BaWü e.V. :

http://www.rg-islam.de/
http://www.rg-islam.de/EingemeinsamesWort.htm

Links auf der Seite der Stuttgarter Stiftung für Wissenschaft und Religion:
http://www.stuttgarter-stiftung.de/aktuelles.htm

 12. November 2009

z.B. Judentum: NN (angefragt)

 

 19. Februar 2009:   Infostand

auf der Vorveranstaltung der Evangelischen Cityarbeit Stuttgart

und des Landesausschusses  Baden-Württemberg

des Deutschen Evangelischen Kirchentages

für den Deutschen Evangelischen Kirchentag 2009 in Bremen,

Thema: "Mensch, wo bist du?",

im LBBW-Forum am Hauptbahnhof.

 zum Anfang

 

  

 Einführung ins Jahresthema 2009:

Religionen reagieren auf einen

„Brief von 138 muslimischen Theologen“

aus protestantisch-evangelischer Sicht

22. Januar 2009:  Ulrich Börngen

      

Kurzfassung  des "Briefes der 138 Muslime" (gekürzt und bearbeitet)

„Muslime und Christen bilden miteinander weit über die Hälfte der Weltbevölkerung. Ohne Frieden und ohne Gerechtigkeit zwischen diesen beiden Religionsgemeinschaften kann es keinen wahren Frieden geben. Die Zukunft der Welt hängt ganz entscheidend vom Frieden zwischen Muslimen und Christen ab.

Die Basis für diesen Frieden existiert bereits. Sie besteht in den grundlegenden Prinzipien beider Religionen selbst: der Liebe zu dem Einen Gott und der Nächstenliebe. Diese Prinzipien finden sich immer wieder in den heiligen Texten des Islam und des Christentums. Die Einheit Gottes, die Notwendigkeit, Ihn zu lieben, sowie das Gebot der Nächstenliebe bilden somit die verbindenden Gemeinsamkeiten zwischen Islam und Christentum. (Sure: 112:1-2; 73:8; 16:125;  Markus 12, 29-31)“

„Im Heiligen Qur’an fordert Gott die Muslime auf, folgenden Aufruf an die Christen (und die Juden, die mit ihnen zusammen zum 'Volk der Schrift' zählen) zu richten: Sprich: ‚O Volk der Schrift (Bibel), kommt herbei zu einem Wort, das uns und euch gemeinsam ist: daß wir niemandem außer Gott dienen und wir ihm nichts zur Seite stellen, und daß nicht die einen von uns die anderen anstelle von Gott zu Herren nehmen’ … Sure 3:64  … Dies bezieht sich auf das Zweite Gebot, denn Gerechtigkeit und Religionsfreiheit sind unverzichtbarer Bestandteil der Nächstenliebe.

So laden wir als Muslime im Gehorsam gegenüber dem Heiligen Qur’an die Christen ein, mit uns auf der Grundlage dessen, was uns verbindet – und was zugleich die Hauptbestandteile unseres Glaubens und unserer Praxis darstellt – zusammen zu kommen: auf der Grundlage dieser zwei Gebote der Liebe.“

 „Kommt herbei zu einem Wort, das uns und euch gemeinsam ist …  [nach] … 5. Mose 6, 4 … Markus 12, 29 … und Sure 112:1-2 … bilden die Einheit Gottes, die Liebe zu Ihm sowie die Nächstenliebe eine gemeinsame Grundlage von Islam und Christentum (und Judentum).“

 Demzufolge bestätigt Gott auch im Heiligen Qur'an, daß die gleichen, ewigen Wahrheiten der Einheit Gottes, der Notwendigkeit vollkommener Liebe zu [Gott] und die Hingabe an Gott (und damit zugleich das Meiden falscher Götter), und der Notwendigkeit der Liebe zu den Mitmenschen (und damit Gerechtigkeit) die Grundlagen jeder wahren Religion sind.“

„Laut einem der ältesten und anerkanntesten Kommentare (tafsir) des Heiligen Qur’an … al-Tabari (… 923 n.Chr.) – bedeuten die Worte … daß Muslime, Christen und Juden frei sein sollten, dem zu folgen, was Gott ihnen geboten hat und sich nicht vor Königen und ihresgleichen zu verneigen hätten, denn Gott sagt an anderer Stelle im Heiligen Qur'an: Es soll kein Zwang sein in der Religion... Sure 2:256.“

„Als Muslime sagen wir zu den Christen, daß wir nicht gegen sie sind und daß der Islam nicht gegen sie ist – solange sie nicht Krieg gegen die Muslime wegen ihrer Religion führen, sie unterdrücken oder sie aus ihren Wohnstätten vertreiben (entsprechend dem oben erwähnten Vers – Sure 60:8 - des Heiligen Qur'an). ”

 „Verbindende Gemeinsamkeiten zwischen Muslimen und Christen zu finden, ist keineswegs nur eine Frage des höflichen ökumenischen Dialoges zwischen einigen auserlesenen religiösen Führern.“

„Angesichts der schrecklichen Waffenarsenale der modernen Welt …  Infolgedessen steht unsere gemeinsame Zukunft auf dem Spiel.“

„Vielleicht steht gar das Weiterbestehen dieser Welt als solcher auf dem Spiel. Denjenigen, die sich dennoch aus eigennützigen Motiven an Konflikten und Zerstörung ergötzen oder letztendlich von diesen zu profitieren glauben, sagen wir, daß unsere unsterblichen Seelen selbst auf dem Spiel stehen, wenn wir nicht aufrichtig alle nur denkbaren Anstrengungen unternehmen, Frieden zu schließen und in Eintracht zusam­men zu finden.“

“Darum laßt unsere Differenzen nicht zur Ursache von Haß und Streit zwischen uns werden. Laßt uns stattdessen wetteifern in Rechtschaffenheit und in guten Werken. Laßt uns einander respektieren, fair, gerecht und freundlich zueinander sein, und in aufrichtigem Frieden, Eintracht und gegenseitigem Wohlwollen miteinander leben.“

Siehe auch: Dokumentation - Brief von 138 muslimischen Theologen - von Ulrich Börngen kurzgefasst. Freies Christentum Heft 3, 2010, S. 78

 

 

      zum Anfang

 

 

Jahresthema 2007 und 2008

Vom trialogischen Miteinander

zu einer Ökumene der Weltreligionen

Die Veranstaltungen fanden und finden z.Zt. und in der Regel statt

in der Stuttgarter Stiftung Wissenschaft und Religion   

Gaisburgstr. 10 A, im Hof rechts, unweit Olgaeck

- Dafür sind wir unseren muslimischen Freunden von Herzen dankbar -

(Ausnahmen sind gesondert aufgeführt!)

 2007:

  Ulrich Börngen: Einführung ins Jahresthema:

Kontroverses Stichwort: Ökumene der Weltreligionen

 

Hartmut Nowotny: Der ewige Bund in den Religionen

– aus der Sicht der Bahá’i-Religion

        

Mehmet Demirbilek: Gerechtigkeit als Grundlage für eine Ökumene der Weltreligionen

– aus muslimischer Sicht

 

 Israelitische Religionsgemeinschaft, Firnhaberstr. 9

Jan Jakubowski: Der Einzige und Ewige als Urgrund für eine Ökumene der Weltreligionen    

   

Hindutempel, Waiblinger Str. 30, Bad Cannstadt

Yoganathan Putra, Stuttgart/Sri Lanka:

Vom trialogischen Miteinander zu einer Ökumene der Weltreligionen - aus hinduistischer Sicht

 

Aslan Demir, Syrisch-Orthodoxe Kirche, Heilbronn:

Vom trialogischen Miteinander zu einer Ökumene der Weltreligionen

aus der Sicht der Syrisch-Orthodoxen Kirche

 

  Rose Kasper, Tübingen: Die frohe und allgemeingültige Botschaft der Buddha-Lehre

 

Bischof Anba Damian/Marcus Feucht, Koptisch-Orthodoxe Kirche, Höxter/Stuttgart:

Religionsfreiheit und Zusammenarbeit - aus der Sicht der Koptisch-Orthodoxen Kirche

 

Pfr. Dr. Andreas Rösssler: Ökumene der Religionen - aus christlicher Sicht

 

Jahresausklang, Wie weiter? Thema 2008?

Wir waren uns einig, das Jahresthema 2007 auch 2008 fortzusetzen

 

2008:

Mitglieder der 'Religiösen Gesellschaft der Freunde' (Stuttgarter Quäker):

Machtverzicht und Freude am menschlichen Miteinander als

Grundlage für eine Ökumene der Weltreligionen

 

 Ulrich Börngen: Zeitlose und weltweite Wege zu einer „ewigen Menschlichkeit“

 

Pfr. Joachim Pfützner, Altkatholische Gemeinde Stuttgart:

Können die Kirchen sich auf eine Ökumene der Weltreligionen einlassen?

 

Frau Anita Lichti, Mennonitische Friedenskirche Stuttgart

Mennonitische Friedenskirche und Ökumene der Weltreligionen

 

Ahmet Demir, Vorsitzender des Geistlichen Rates der Aleviten in Baden-Württemberg und Gemeinde Stuttgart:

Das andere Gesicht des Islams, das Alevitentum – ein Partner in einer Ökumene der Weltreligionen

 

Dr. Ahmed Ginaidi, Lehrbeauftragter an der PH Karlsruhe für Islamische Theologie

und Buchautor:

Konvivenz als islamisch-theologisches Fundament für eine

Ökumene der Weltreligionen

 

Prof. Dr. Urs Baumann, Universität Tübingen

Der Beitrag des Christentumms zum interreligiösen Miteinander aus katholischer Sicht

 

Dr. Meehyung Chung, Stabstelle Frauen und gender, mission 21, Basel/Korea:

Interreligiöses Zusammenleben aus ostasiatischer Sicht

 

Herr Khushwant Singh, Heidelberg, Sikh-Religion

Wie gegenwartsbezogene Weisheit Grenzen überwindet

- Einsichten aus der Sikh-Religion

 

Gebetsstunde der Religionen für den Frieden

Siehe PRESSEMITTEILUNG  7/2008 - nachfolgend

 

 

  PRESSEMITTEILUNG  7/2008:

 Gebetsstunde der Religionen für den Frieden

Mittwoch, 12. November 2008, 19 Uhr

Alt-Katholische Kirche St. Katharina

Vertreter von sechs Religionen in Stuttgart – Buddhisten – Hindus – Juden – Christen – Muslime − Bahà’i – blicken mit Freude und Dankbarkeit auf den November dieses Jahres. Im Rahmen der seit 1990 für uns traditionellen ‚Gebetsstunde der Religionen für den Frieden’ können wir diesmal Gast in der Alt-Katholischen Kirche St. Katharina in Stuttgart sein. Dafür danken wir der ganzen alt-katholischen Gemeinde sehr herzlich.

Die Gebetsstunde steht unter dem Thema: Vom trialogischen Miteinander zu einer Ökumene der Weltreligionen. Dies war auch unser Jahresthema für 2007 und 2008. Mit dem Thema werden wir aktuell von keinem Geringeren als dem Altbundespräsidenten und ehemaligen evangelischen Kirchentagspräsidenten, Richard von Weizsäcker, bestärkt, der 2006 zur Frage ‚Was jetzt dringlich ist’ (Appell aus Baden) ausführte: „Im Vordergrund steht nach meiner Überzeugung, uns mit ganzer Kraft der Ökumene der Religionen zuzuwenden“.

So haben wir uns umfangreich auf unseren monatlichen Treffen auf diese Vision eines interreligiösen Dialogs und Zusammenlebens vorbereitet. Dabei kamen neben den traditionellen Religionsstimmen zu Wort die Alt-Katholische Kirche, aber auch Syrisch-Orthodoxe Kirche, Koptisch-Orthodoxe Kirche, Quäker, Mennonitische Friedenskirche, Aleviten, Sikh-Religion und eine christliche Stimme aus Ostasien. Schon jetzt  sind wir gespannt, wie alle beteiligten Religionen diesen Traum von Gotteskindschaft mit entsprechenden Konsequenzen inhaltlich mit Leben erfüllen. Wir freuen uns, daß alles zeitlich auch im Zusammenhang mit der christlichen Ökumenischen FriedensDekade vom 9.-19.November 2008 unter dem Thema „Frieden riskieren“ stehen wird. So erbitten wir schon jetzt zu allem den Segen des Allerhöchsten.                                                                                               

 

zum Anfang

Aus unserem aktuellen Jahresprogramm:

WER WIR SIND:

 

1970 trafen sich in Kyoto/Japan Vertreter u.a. von folgenden Religionen: Buddhisten, Christen, Hindus, Jains, Juden, Konfuzianer, Muslime, Shintoisten und Sikhs.

 

In ihrer ‚Botschaft von Kyoto’ bekannten diese Religionen:

 

„Als gläubige Männer und Frauen bekennen wir in Demut und Reue, daß wir sehr oft unsere Verpflichtungen zum Frieden verraten haben. Es ist nicht die Religion, die sich gegen die Sache des Friedens verging, sondern die Anhänger der Religionen taten dies. Dieser Verrat der Religionen kann und muß korrigiert werden.“

 

So entwickelte sich weltweit eine interreligiöse Gemeinschaft und Friedensorganisation: WCRP, Weltkonferenz der Religionen für den Frieden. Als erste deutsche lokale Basisgruppe entstand unter Hermann Benz 1983 ‚WCRP Stuttgart’. Von Anfang an war das Ziel eine ‚Ökumene der Liebe’ zwischen den Religionen. Ab Februar 2006 sind wir auf der Suche nach einer neuen interreligiösen Heimat im Sinne einer Interreligiösen Gemeinschaft für Frieden,  Stuttgart.

 

Zur Zeit beteiligen sich regelmäßig bei uns religiöse Menschen von 6 Religionen:

Baha´i, Buddhisten, Christen,

Hindus, Juden und Muslime.

 

Alle Religionen stehen auf einer Ebene.

 

Wir treffen uns monatlich oder auch zweimonatlich einmal. Die Treffen können bezüglich Örtlichkeit wechseln, da wir versuchen, in den verschiedenen Treffpunkten der bei uns vertretenen Religionen zusammenzukommen.

 

 

  WAS WIR WOLLEN:

 

Wir wollen in respektvollem Einfühlungsvermögen für die Religion der anderen und in Offenheit uns gegenseitig kennenlernen und Verständnis füreinander finden, Gemeinsamkeiten entdecken und Unterschiede akzeptieren. Uns ist ein ganz zentrales Anliegen,  spirituelles Leben gemeinsam zu praktizieren. So haben wir z.B. im Dezember 2004 unsere 12te gemeinsame ‚Gebetsstunde der Religionen für den Frieden’ durchführen können. Sie stand unter dem Dauerthema:  „Alexandria-Erklärung – Ein Weg zum Frieden nicht nur im Nahen Osten“.

Multikulturellen und multireligiösen Pluralismus empfinden wir als gegenseitige Bereicherung.

 

Wir streben eine handlungsorientierte Gruppe an, ein Forum von Gläubigen verschiedener Religionen, die sich gemeinsam aus der Kraft ihrer jeweiligen Tradition in einem ‚gelebten Dialog’ für Frieden einsetzen und in möglichst vielen Bereichen zusammenarbeiten. So befinden wir uns auf dem Weg zu einer

Ökumene der Weltreligionen.

Insofern lehnen wir eine Verschmelzung von Religionen (Synkretismus) insbesondere im Sinne einer „Welteinheitsreligion“ und auch gegenseitige Bekehrungsversuche (Proselytismus) strikt ab.

 

 

   zum Anfang

Gesamtüberblick   -   Stand Mai 2010

 IGF Stuttgart – Interreligiöse Gemeinschaft für Frieden

Auf dem Weg zu einer Ökumene der Weltreligionen

Unsere interreligiöse Gemeinschaft, siehe auch www.igfstuttgart.de, besteht seit 1983, seit 1993 unter der Leitung des Verfassers vorliegender Ausführungen und seit 2006 als IGF Stuttgart. An monatlichen Treffen, seit 2008 alle zwei Monate, beteiligen sich Vertreter aus 6 Religionen: Hindu, Buddhisten, Juden, Christen, Muslime und Baha'i. Mehrfach haben sich bei uns auch Koptisch-Orthodoxe und Syrisch-Orthodoxe Kirche und kleinere religiöse Richtungen engagiert, z.B. Quäker, Altkatholische Gemeinde, Fokolare und Christengemeinschaft. Regelmäßige Kontakte bestehen zu Ahmadiyya, Aleviten und Sikh-Religion.

Zentrale Ausgangspunkte für uns sind, daß wir einander mit respektvollem Einfühlungsvermögen und Offenheit begegnen, Gemeinsamkeiten entdecken und Unterschiede akzeptieren. Wir wollen den Glauben der Anderen nicht nur respektieren, sondern den Anderen sogar in seinem Glauben bestärken und uns füreinander einsetzen.

Verschiedentlich ist es uns gelungen, sich gemeinsam für Frieden vor Ort und mit weltweiter Richtung, z.B. Sri Lanka und Naher Osten, einzusetzen. Gegenseitige Bekehrungsversuche (Proselytismus) und eine Verschmelzung von Religionen (Synkretismus) sind absolut undiskutabel. Die Vorstellung, daß eine Einheitsreligion angestrebt wird, entbehrt jeder Grundlage.

 

Inhaltlich haben wir uns bei unseren Treffen mit praktisch allen relevanten religiösen und gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit befaßt, meist als Jahresthema. Dabei handelte es sich insbesondere um folgende Themen: Religionseinführungen, Fragen um Familie, Frau und Mann, Weltethos, Erneuerungsbewegungen in den Religionen, Bewahrung der Schöpfung, Ökumene der Weltreligionen, Geschwisterlichkeit – Alle Menschen sind Bild Gottes, Wie geben wir unseren Glauben weiter?, im Kirchentagsjahr 1999 in Stuttgart: Religionen – Salz der Erde, Leben statt viel haben, Mystik in den Weltreligionen, Wie können sich Religionen gemeinsam für eine menschliche und nachhaltige Zukunft einsetzen?, Wie gehen Religionen mit Natur und Naturkatastrophen um?, Zentrale Gebete der Religionen und ihre Weitergabe an die Jugend und Vom trialogischen Miteinander zu einer Ökumene der Weltreligionen. Verschiedentlich waren jährliche Höhepunkte größere öffentliche Abende, z.B. mit Heinz Zahrnt oder mit Dorothee Sölle. Auch an einer großen Gedenkveranstaltung über einen bemerkenswerten Islamgelehrten, Bediüzzaman Said Nursi, konnten wir uns 2008 aktiv in der Liederhalle Stuttgart beteiligen. Besonders wertvolle Veranstaltungen mit studentischen Muslima oder im Zusammenhang von Religionsunterricht mit einer Abitursklasse eines interreligiös stark interessierten Lehrers bleiben in dauerhafter Erinnerung.

 

Unsere Vision ist ein größeres Aufeinanderzugehen und eine Zusammenarbeit der Weltreligionen an der Basis unseres alltäglichen Lebens wie auch auf religionsleitenden Ebenen. Konkret bedeutet dies vor allen Dingen einen Abbau von Absolutheitsansprüchen, Machtverzicht und eine Überwindung von fragwürdigen theologisch-dogmatischen Gottesbildfestlegungen. Zentral steht der Glaube an den Einen Gott, auch wenn Christen den Zugang zu Gott trinitarisch sehen.

Nachhaltig bewegend erweisen sich dabei spirituelle Erfahrungen im Rahmen von bislang 13 gemeinsam durchgeführten Gebetsstunden der Religionen für den Frieden. Dies fand seinen Niederschlag z.B. in einer Publikation: Ulrich Börngen: Gemeinsam unterwegs zu einer Ökumene der Weltreligionen. Rückblick auf 12 Gebetsstunden der Religionen für den Frieden in Stuttgart und Erfurt. ISBN 978-3-8370-0746-6.

 

Seit einer Begegnung 1996 mit Heinz Zahrnt (Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentag 1973) in Stuttgart hat sich unsere interreligiöse Gemeinschaft gerade für die Vision einer Ökumene der Weltreligionen vielfältig und als Daueraufgabe eingesetzt. Schritte auf diesem Weg bedeuten und wollen tatkräftig angegangen werden: Dialog →  Trialog → Weltökumene des Einen Gottes (noch ohne Buddhismus) → Ökumene der Weltreligionen. Erst im Laufe der Jahre haben wir feststellen müssen, daß wir mit diesem Thema, auch wenn nicht wenige verantwortliche Menschen damit Probleme, Sorgen, sich zu exponieren, und Angst haben, keinesfalls allein sind und uns so kräftig motivieren lassen können.

Denn schon seit Jahren sind von bedeutenden Kirchentags-Zeitansagern eine Weltökumene des Einen Gottes (Albert H. Friedlander/Leo Baeck, 2002/1956) und sogar weiterführend eine Ökumene der Weltreligionen (Heinz Zahrnt, 1980/1994), schon vorher, unabhängig vom Kirchentag, Fr. Heiler, Marburg (1967), angemahnt worden. Sogar Richard von Weizsäcker, Altbundespräsident und auch früherer Kirchentagspräsident, hat 2006 im Zusammenhang mit einem bedeutsamen Appell aus Baden  zu der Frage: „Was jetzt dringlich ist?“, formuliert: „Im Vordergrund steht nach meiner Überzeugung, uns mit ganzer Kraft der Ökumene der Religionen zuzuwenden.“

So erscheint es besonders mutig, daß die Evangelische Kirchentagsleitung unserer Gemeinschaft schon 1999 auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart eine „kommunikative Großveranstaltung“ in Form einer gemeinsamen Gebetsstunde der Religionen für den Frieden ermöglichen konnte. Mitglieder aus sechs Weltreligionen  haben teilgenommen und rund 1000 Kirchentagsbesucher erreicht. Es ist unverständlich und bedauerlich, daß dies trotz jahrelanger Interventionen bislang nur ein Einzelfall geblieben ist und offensichtlich auch für die Kirchentage jetzt in München und Dresden nicht toleriert wird.

 

Unter dem Ökumeneaspekt haben wir uns intensiv für die bedeutsame „Alexandria-Erklärung“ vom 21.1.2002 eingesetzt. In ihr haben sich führende jüdische, christliche und muslimische Vertreter aus Nahost für Frieden und gegen Gewalt und Hass auf allen Seiten in dieser besonders bedrohten Weltregion ausgesprochen. Sie konnten dies im Sinne einer Trialogischen Ökumene gemeinsam „im Namen des allmächtigen, gnädigen und mitfühlenden Gottes“ vornehmen.  Da diese große Vision christlich und weltweit nicht die notwendige Resonanz entwickeln konnte, hat IGF Stuttgart als Zwischenschritt und als permanente Aktion 2006 eine Charta des trialogischen Miteinander formuliert. Sie wurde u.a. von wichtigen Theologen und bedeutenden Kirchentagsverantwortlichen unterschrieben. Weitere Solidarisierung ist erwünscht.

 

Als Zeichen einer konkreten interreligiösen Weltverantwortung und eines punktuellen gesellschaftspolitischen Engagement vor Ort ist IGF Stuttgart seit 2005 Mitglied bei dem Stuttgarter Netzwerk Stuttgarter Partnerschaft „Eine Welt“ unter der Schirmherrschaft von OB Dr. W. Schuster. So haben wir uns beteiligt: 2006 an einer Aktionswoche: Stuttgart gegen globale Armut – die acht Tore der UN-Millenniumskampagne – und 2007 an einer Veranstaltung Stuttgarter Wissenschaften – Lösungen für die „Eine Welt“ in der Universität Hohenheim. Denn die Grundlage im Aufbau einer weltweiten Entwicklungspartnerschaft lautet: Jede Entwicklung braucht Frieden und kein Weltfrieden ohne Religionsfrieden.

 

Mit bemerkenswertem Entgegenkommen und Aufgeschlossenheit ermöglichte die Stadt Stuttgart IGF Stuttgart im September 2009 im Rathaus, ein lokal und weltweit drängendes Thema aufzugreifen. Es handelt sich um die Chancen einer weltweiten muslimisch-christlichen und interreligiösen Partnerschaft. Der Abend stand unter dem Jahresthema 2009: Religionen reagieren auf einen „Brief von 138 muslimischen Theologen“ an die Christenheit der Welt vom 13. 10. 2007 und an diesem Abend speziell: „Erläuterung der koranischen Basis am Beispiel von Said Nursi und protestantische Antwort“.

In diesem Zusammenhang konnte sich IGF Stuttgart sogar an der landesweiten Aktion 2009 „Meine Welt. Deine Welt. Eine Welt.“ der Initiative SEZ (Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg) beteiligen und dabei mit drei Vertretern am zentralen Aktionstag im November 2009 in Karlsruhe im ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie) präsent sein. Bemerkenswerte Dokumentationen im Gesamtprogramm der Landeshauptstadt Stuttgart dienten erfreulicherweise wenigstens im kommunalen und politischen Raum für eine dringend notwendige Publikation dieser sonst weit vernachlässigten hoffnungsvollen Initiative weltweiter Muslime.

 

Seit 2009 wollen wir intensiv den historischen „Brief  von 138 muslimischen Theologen“ an die Christenheit der Welt mit Beiträgen und Reaktionen aus möglichst vielen Weltreligionen und verschiedenen Gruppierungen thematisieren und unterstützen. Denn wir sind dankbar, daß jetzt über 300 führende Muslime aus aller Welt erstmals und einmalig bekennen, daß „die Einheit Gottes, die Liebe zu ihm sowie die Nächstenliebe eine gemeinsame Grundlage von Islam und Christentum (und Judentum) bilden“. „Gerechtigkeit und Religionsfreiheit sind unverzichtbarer Bestandteil der Nächstenliebe.“ Wir sind dankbar, daß sie die Notwendigkeit eines „höflichen ökumenischen Dialogs“ der Basis und „nicht nur zwischen einigen auserlesenen religiösen Führern“ betonen. Ganz auf unserer Linie liegt, daß letztlich die Einbeziehung des Judentums und „jeder wahren Religion“ hervorgehoben werden. Besonders bemerkenswert erscheint, daß die Muslime weltweit ihre politische Verantwortung hervorheben, denn „Angesichts der schrecklichen Waffenarsenale … steht unsere gemeinsame Zukunft auf dem Spiel.“ Wir wollen so intensiv, wie möglich, dazu beitragen, daß auch beachtenswerte Reaktionen auf den Brief der Muslime u.a. von 300 amerikanischen Theologen und Theologinnen (Yale-Dokument), dem sich 21 führende Verantwortliche der Badischen Landeskirche angeschlossen haben, von der Anglikanischen Kirche, in die auch die Meinung der EKD eingeflossen ist, und vom Ökumenischen Rat der Kirchen publik gemacht werden. In diesen Dokumenten wird, womit auch gerechnet werden muß, nicht in spezialisiert theologische Spitzfindigkeit ausgewichen.

 

 

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Charta des trialogischen Miteinander

 

Wir wollen einander mit Respekt und Offenheit begegnen.

Wir wollen Gemeinsamkeiten entdecken und Unterschiede akzeptieren.

Wir wollen den Glauben der Anderen respektieren.

Wir wollen uns füreinander einsetzen.

Wir wollen spirituelles Leben gemeinsam feiern.

 

Wir Juden bitten Gott,

dass er uns durch die Hebräische Bibel und den Talmud zu Menschen mit Fähigkeit zu Gemeinsamkeit, mit Menschlichkeit nach den zehn Geboten und mit Zukunft macht.

Wir Christen bitten Gott, 

dass er uns durch die Bibel in Nachfolge Jesu zu wahren Christen macht.

Wir Muslime bitten Gott,

dass er uns durch den Koran zu wahren Muslimen macht.

 

Wir erhoffen von Gott Führung und Geduld auf unserem gemeinsamen Weg zu einander,

und zu einer Einheit in Vielgestaltigkeit

im Sinne einer ‚Ökumene der Weltreligionen’.

Gelobt sei Gott, der allmächtige, gnädige und mitfühlende Gott, der Ewige.

 

Selbstverpflichtung

Die Unterzeichner haben einen Traum, daß nicht nur viele religiöse Menschen und viele geistige Führer aller drei Religionen diese Selbstverpflichtung unterschreiben, sondern auch versuchen, sie „in Gedanken, Wort und Handlung“ vor Ort und weltweit mit Leben zu erfüllen.

Jan Jakubowski sel.A .          Ulrich Börngen          Ali Demir

 IGF Stuttgart, Oktober 2006

(In Anlehnung an Müller, Burkhard: Das Wort zum Sonntag, ARD, 11.2.2006)

 

Erstunterzeichner: 

OKR Dr. Martin Affolderbach, Hannover – Imam Bekir Alboga, Mannheim − Pfr. Hermann Benz, Stuttgart − Hiltrud  Brookmann, Stuttgart − Schuldekan aD., Pfr. Christian Buchholz, Dürnau – Genpo Döring, Dinkelscherben – Martin Dolde, Stuttgart − Dr. Robert Fritz, Neckarsulm − Sajona Gaspar, Karlsruhe/Bosnien – Dr. Ahmed Ginaidi, Karlsruhe/Ägypten − Hans-Joachim Girock, Baden-Baden − Dr. Ursula Höfmann-Börngen, Stuttgart – Rivka Hollaender, Emmendingen − Dr. Reinhard Höppner, Magdeburg − Ahmad Kamal, Stuttgart – Dr. Reinhard Kirste, Nachrodt − Karin Kirste, Nachrodt − Karin Klingbeil, Filderstadt − Wilfriede Konzi, Stuttgart – Mustafa Ljaic, Stuttgart – Peter Lange, Stuttgart − Dr. Gerhard Liedke, Heidelberg − Kirchenrat Hans-Joachim Mack, Karlsruhe − Dennis Made, Zürich/SA Natal − Dorothy Made, Zürich − Prof. Gerhard Mittelstädt, Neckargemünd − Hubert Mohs, Stuttgart − Pfr. Burkhard Müller, Bonn  − Prof. Dr. George Peter, Kochi, India –  Traute Peters, Stuttgart  − Studiendirektor Günther Prokopy, Karlsbad − Dr. Stefan Spanik, Maisch – Yoganathan, Putra, Stuttgart/Sri Lanka − Pfr. Karl Ritsert,  Karlsruhe − Pfr. Dr. Andreas Rössler, Stuttgart − Pfr. Jadallah Shihadeh, Beit-Jala (Nachbarort westlich von Bethlehem, The Evang. Lutheran Church of Reformation) – Lothar Tüttelmann, Freiburg/Brsg. − Monique Tüttelmann, Freiburg/Brsg. −  Dr. Ellen Ueberschär, Fulda  − Pfr. Wolfgang Wagner, Bad Boll − Yueyang Wang, Peking − Pfrin. Dorothea Zager, Worms − Prof. Dr. Werner Zager, Worms − Pfr. Dr. Jörg Zink, Stuttgart  u.a.

Stand: November 2009

Weitere Solidarisierung ist erwünscht

 

 

Charta of the abrahamitic religions who respect each other

of the IGF Stuttgart

 

We want to meet each other with respect and openness.

We want to discover our similarities and accept our differences.

We want to respect the beliefs of others.

We want to be there for each other.

We want to celebrate our spiritual life together.

We Jews entreat God,

that through the Hebrew Bible and the Talmud he gives us the ability for solidarity and humanity in the future, according to The Ten Commandments.

We Christians entreat God,

that he makes us true Christians through the Bible and in the following of Jesus.

We Muslims entreat God,

            that through the Qur’an he makes us true Muslims.

 

We hope for guidance and patience from God
on our mutual journey towards each other,
and towards a unity of diversity in the sense
of an ecumenism of the World’s religions.
Praise the Lord, the almighty, merciful and
compassionate God, the Eternal Father.

 

Voluntary Commitment

The Undersigned have one dream, that not only many religious people and spiritual leaders of all three religions will sign this agreement, but that they will also endeavour to fulfil it in the course of their own lives in thought, word and deed both here and throughout the world.

 

Jan Jakubowski s.A.         Ulrich Börngen          Ali Demir

 IGF Stuttgart  (Community of all religions for peace)

www. igfstuttgart.de

 

Stuttgart, octobre 2006

(In Anlehnung an Müller, Burkhard: Das Wort zum Sonntag, ARD, 11.2.2006)

 

Please signe this charta to demonstrate your solidarity

ulboe.stgt@web.de

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Pressemitteilung: 'Aktion 9. November'                           

IGF Stuttgart hat sich am 6. Dezember 2006 im Rahmen seiner monatlichen Treffen mit der Publikation ‚Offene Kirche’, Evangelische Vereinigung in Württemberg,  Nr. 4, November 2006, Seite 1-3, ausführlich befaßt. Es handelt sich um den           

Aufruf an die Kirchen aller Konfessionen in unserem Land

Erinnerung und Umkehr

- Für einen offiziellen kirchlichen Gedenktag am 9. November.

Die Vertreter von 6 Religionen, Bahà’i, Buddhisten, Christen, Hindus, Juden und Muslime, die seit vielen Jahren eng interreligiös zusammenarbeiten, fühlen sich angesprochen als Gremium, das „sich diesen Aufruf zu eigen machen“ will.  Wir wollen uns religionsübergreifend für diesen Aufruf einsetzen. Wir können uns mit allen Ausführungen voll solidarisieren, denn nicht nur „viele nichtreligiöse Menschen gedenken der Zerstörung der jüdischen Gotteshäuser“, sondern auch viele Vertreter aus den Weltreligionen verneigen sich in Traurigkeit und Scham vor den Vorgängen dieses 9. November 1938. Unsere Verbundenheit gilt dem jüdischen Volk, aber auch allen Minderheiten weltweit, denen unrechtmäßig Gewalt angetan wurde und angetan wird. Auch wir sprechen uns aus für Erinnerung und Betroffenheit und für den Willen, uns aktiv einzusetzen, in Hoffnung, daß sich bei uns und weltweit Toleranz und ein zwischenmenschliches und interreligiöses Miteinander entwickeln möge. Derartige Menschenverachtung und Religionsverachtung wie zwischen 1933 und 1945 darf sich nicht wiederholen.

Dezember 2006

(Wie der Presse zu entnehmen ist - Stuttgarter Zeitung, 4.2.2008, S. 24 - kündigte der evangelische Landesbischof Frank July an, "dass der 9. November, der 70. Jahrestag der Reichsprogromnacht, dieses Jahr zum kirchlichen Gedenktag erklärt werde.")

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Buch - Neuerscheinung

   Ulrich Börngen

Gemeinsam unterwegs zu einer Ökumene der Weltreligionen

Rückblick auf 12 Gebetsstunden der Religionen für den Frieden

in Stuttgart und Erfurt

Books on Demand: 172 Seiten,  Paperback, DIN A5,  € 12,50,-.

ISBN 978-3-8370-0746-6     

 

Inhaltsangabe zum Buch

Spirituelle Gemeinsamkeit und die Hoffnung auf kleine und große Schritte für interreligiösen Frieden vor Ort und mit weltweiter Ausstrahlung ist das Anliegen der Interreligiösen Gemeinschaft für Frieden in Stuttgart (IGF Stuttgart, siehe www.igfstuttgart.de). Es beteiligen sich regelmäßig Vertreter aus sechs Religionen: Bahá’i, Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum. In rund 15 Jahren wurden unter Leitung des Autors in monatlichen Treffen praktisch alle relevanten Themen religiöser Art und der gemeinsamen Weltverantwortung meist als Jahresthema außerordentlich vielseitig und umfangreich aufgearbeitet. Sie mündeten dann in eine Gebetsstunde der Religionen für den Frieden zu diesem Jahresthema. So standen Vertreter aus sechs Religionen mit ihrer zweifelsfrei unterschiedlichen Identität, aber trotzdem gemeinsam vor dem transzendenten und numinosen Zusammenhalt dieser Welt, den die meisten von uns als den Einen und Einzigen, als den ‚allmächtigen, gnädigen und mitfühlenden’ Gott ansehen können. So empfinden wir uns auf dem Weg zu einer großen Vision: Ökumene der Weltreligionen – als Einheit in Vielgestaltigkeit. Über die segensreiche Zusammenarbeit soll das vorliegende Buch Aufschluß geben. Um Nachahmung und Weiterarbeit wird gebeten. Der Autor steht gern für Rückfragen zur Verfügung.

 

 Über den Autor

Der Autor stammt aus Halle an der Saale. Beruflich war er jahrzehntelang Internist und Hochschullehrer an der Universität Marburg. Seit den 80er Jahren hat er sich aktiv in der Friedensbewegung engagiert und z.B. die Stuttgarter Gruppe der IPPNW gegründet. Seit dem Evangelischen Kirchentag Düsseldorf 1985 gilt sein besonderer Einsatz dem konziliar-ökumenischen Prozeß. Mit diesem protestantischen und konziliaren Hintergrund erfolgt seit etwa 1987 eine intensive Tätigkeit  auf dem Gebiet des interreligiösen Dialogs und der interreligiösen Zusammenarbeit. So leitet er seit 1993 eine interreligiöse Gruppe (jetzt IGF Stuttgart, siehe auch www.igfstuttgart.de), die sich zweifelsohne über den Stuttgarter Raum hinaus – trotz gewisser konfessioneller und zeitbedingter Widerstände mit trotzdem enormer punktueller Unterstützung von vielen Seiten – einen Namen gemacht hat.

  

  Aus dem Inhalt:

12 Gebetsstunden der Religionen für den Frieden

in Stuttgart und Erfurt      mit Themen, Texten und Kommentaren

    1990      Kreuzkirche Stuttgart

    1991      Kapelle Augustinerkloster Erfurt

    1994      Hospitalkirche Stuttgart: Thema:   Weltethos

    1996      Hospitalkirche:    Ökumene der Weltreligionen

    1997      Domkirche -  St. Eberhard:

                      Geschwisterlichkeit – Alle Menschen sind Bild Gottes

    1998      Moschee der Islamischen Union:

                      Wie geben wir unseren Glauben weiter?

    1999     Deutscher Evangelischer Kirchentag Stuttgart, Cannstatter Wasen,     Zelt 3 :     Religionen – Salz der Erde

    2001     Matthäuskirche:   Leben statt viel haben

    2003     Leonhardskirche: Mystik – ein Pfad zum Ewigen

   2004     Hospitalkirche:      Alexandria-Erklärung –

Ein Weg zum Frieden nicht nur im Nahen Osten

  2005     Feuerbacher Moschee, DITIB, Stuttgart:

                     Wie gehen Religionen mit Natur und Naturkatastrophen um?

   2006     Leonhardskirche: Zentrale Gebete der Religionen und

                     ihre Weitergabe an die Jugend

 

  An den Gebetsstunden haben sich neben den Mitgliedern aus unserer Gruppe u.a. aktiv beteiligt:

 Bischöfin Maria Jepsen, Hamburg, evangelisch

Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, Rabbiner Scharf-Katz

Oberrabbiner Dr. H. Friedlander, London

Dr. J. Barta, MA,  Rabbiner, Stuttgart

Meinhard Tenné, langjähriger Vorstandssprecher der Israelitischen Religionsgemeinschaft Stuttgart

Dr. Ahmed Ginaidi, islamischer Religionswissenschaftler, Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Saba Khabirpour, Generalsekretärin Nationaler Geistiger Rat Bahà’i Deutschland

Frau Dr. Haleh Sabet, Stuttgart, Bahà’i

Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel, Tübingen, römisch-katholisch

Stadtdekan Hans-Peter Ehrlich, evangelisch

Stadtdekan und Prälat Michael Brock, römisch-katholisch.

 

Auf die Themen  der jeweiligen Gebetsstunden  habe wir uns  in jedem Jahr

intensiv auf unseren monatlichen Treffen vorbereitet. Über die Beiträge aus

der Gruppe heraus haben sich daran unter anderem folgende Initiativen

und Institutionen zusätzlich beteiligt:

Koptisch-orthodoxe Kirche, Syrisch-Orthodoxe Kirche

Freies Christentum, Gemeinschaft der Freunde (Quäker)

Weltethos, Fokolare, Tibet-Initiative, Pro Asyl Stuttgart,  'Terra'

Aleviten, Ahmadiyya-Islam, Sufisten, Sikh-Religion

Jesuiten,   Katholische Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Tempelgesellschaft in Deutschland

Evangelische Akademie Bad Boll

Israelitische Religionsgemeinschaft Württemberg

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Stuttgart

Landesverband der Islamischen Kulturzentren Baden-Württemberg

Christlich-Islamische Gesellschaft für Begegnung und Zusammenarbeit Stuttgart

Christlich-Islamische Gesellschaft Filderstadt

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Wie stellen wir uns eine

Ökumene der Weltreligionen vor ?

Keine Einheitsreligion, sondern

Einheit in Vielfalt / Vielgestaltigkeit / Versöhnte Verschiedenheit

Nicht Toleranz aus Beliebigkeit, sondern Toleranz aus Identität

(Leo Baeck, 1956)

 

Christlich-theologisch und religionswissenschaftlich zunehmend diskutiert

als Konvivenz (Theo Sundermeier, 1986 und 2000, Heidelberg, u.a.):

Hilfsgemeinschaft – Lerngemeinschaft – Festgemeinschaft 

wir fügen hinzu: und spirituelle Gemeinschaft

 

Weltweite Bundesgenossenschaft / Bescheidenheit in Allianz

(Jörg Zink, 2008)

 

Allianz / ittifak, ittihat – „Vereinigung“, Bund, Union, Eintracht,

Einigung, Einhelligkeit …

Das Paradigma des Said Nursi: Universale Toleranz /

‚Positives Handeln‘  (Cäcilia Schmitt, 2007)

 

Nach: Ulrich Börngen. Veranstaltung: Jahrestag / Gedenktag

zum 48. Todestag von Bediüzzaman Said Nursi

Stuttgarter Stiftung für Wissenschaft und Religion    

22. März 2008, Kultur- und Kongreßzentrum Liederhalle Stuttgart

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Tipp’s der Zeit    

Lesenswert und unterstützenswert

Stand:  Januar 2009

 

          B A R A C K   O B A M A

                  bezüglich Aktualität unserer Arbeit   

Auszüge aus der Antrittsrede Obama's:

„Mit der muslimischen Welt suchen wir einen neuen Weg, der auf gegenseitigem Interesse und Respekt beruhtund Gottes Gnade mit uns ...

Stuttgarter Zeitung, 21.1.2009, S. 2

 

Am Anfang der Amtszeit steht das Gebet

„Seinen ersten Tag als US-Präsident hat Barack Obama gestern um 10 Uhr traditionsgemäß mit einem Gottesdienst in der Kathedrale in Washington begonnen. … Gestern sprachen bei dem Gottesdienst Repräsentanten von 20 Religionsgemeinschaften und Glaubensrichtungen, neben christlichen Kirchen auch Vertreter der Muslime und Juden."

Stuttgarter Zeitung, 21.1.2009, S. 4

 

 

Bediüzzaman Said Nursi

1876 – 1960

Ein aufgeklärter Islamgelehrter und ein aufgeklärter Islam

beides sollten wir mehr zur Kenntnis nehmen

Siehe:  Risale-i Nur, 1920

Aus:  Demir, Ali, Cäcilia Schmitt: Ein Islamdenker für unsere Zeit: Bediuzzaman Said Nursi   Islam und Aufklärung. Nesil Matbaakcilik, Istanbul  2004

 

Zu:  Religion und Fortschritt  - Der wahre Islam steht für Frieden, Fortschritt und Toleranz. S.147

Aus: Schmitt, Cäcilia (Edition), Stuttgarter Stiftung für Wissenschaft und Religion (Hg): Islamische Theologie des 21. Jahrhunderts  Der aufgeklärte Islam  Aufkommen − Ideen – Niederschlag  Das Paradigma des Said Nursi. Basis-Verlag Stuttgart  2007

www.risalenurinstitut.de

 

Appell aus Baden

 

Richard von Weizsäcker, Altbundespräsident,

langjähriges Mitglied ökumenischer und deutscher kirchlicher Gremien,

u.a. Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages

 

Zur Frage, ‚Was jetzt dringlich ist‘:

„Im Vordergrund steht nach meiner Überzeugung,

uns mit ganzer Kraft der Ökumene der Religionen zuzuwenden."

Aus: Anmerkungen und Kommentare

        zu Appell aus Baden: „Was jetzt dringlich ist“ –

        Zur christlichen Weltverantwortung

        Baden-Baden, Mai 2006

www.epd.de (Dokumentation Nr. 26)

 

 

 

Offener Brief   von 138 (301)  muslimischen Theologen  an … die  ganze Christenheit

  13. Oktober 2007                           

                  

„Unsere unsterblichen Seelen stehen auf dem Spiel“ 

„Ebenso bestätigt Gott im Heiligen Koran, dass die gleichen ewigen Wahrheiten über die Einzigkeit Gottes, über die Notwendigkeit einer totalen Liebe zu und Hingabe an Gott (und damit die Ablehnung aller falschen Götter) und die Notwendigkeit der Liebe zu den Mitmenschen (und damit Gerechtigkeit)

allen wahren Religionen zugrunde liegen …“

„Die Suche nach Gemeinsamkeiten zwischen Muslimen und Christen ist nicht einfach eine Frage des höflichen ökumenischen Dialogs (sondern) …Deshalb sollten unsere Differenzen nicht zu Hass und Streit zwischen uns führen. Lasst uns vielmehr miteinander um Rechtschaffenheit und gute Werke wetteifern. Lasst uns einander respektieren, lasst uns fair, gerecht und freundlich zueinander sein, lasst uns in einem echten Frieden, in Harmonie und in gegenseitigem Wohlwollen miteinander leben.“

www.acommonword.com

 

Spezieller Hinweis:

Das FORUM   RELIGIONEN  UND WELTVERANTWORTUNG,

Sprecher des Lenkungskreises: Dr. Gerhard Liedke, Heidelberg - mgliedke@yahoo.de

hatte zum 14. November 2008 nach Karlsruhe in den Evangelischen Oberkirchenrat eingeladen zu einem spannenden Studientag mit dem Thema:

ELEMENTE   EINER  ANTWORT,

zum Brief der 138 muslimischen Gelehrten "Ein gemeinsames Wort".

Dokumentation Evangelische Landeskirche in Baden

 

 

Jörg Zink:

Bundesgenossenschaft suchen

mit den Religionen der Welt

 

 evangelische aspekte, 1/2008,  15.2.2008, S. 39 ff

„Wir sollten hoch anerkennen, wenn jüngst 138 muslimische Führungspersönlichkeiten und Gelehrte an die christlichen Kirchen einen Brief gerichtet haben … ist schon fast das Angebot einer Bundesgenossenschaft zwischen Christentum und Islam auf der Basis ihres gemeinsamen Glaubens an den einen Gott. … Der ‚Eine Gott’, das ist die anfänglichste Gemeinsamkeit in der Theologie beider Religionen. … Jesus Christus aber hat uns von ihm das Bild des ‚Vaters’ gezeigt. Etwas anderes kann für uns Christen nicht gelten. Der Vater ist der Eine Gott. … (Die Trinität ist,) ehe sie im Dogma hellenisiert und ontologisiert worden ist, ursprünglich eine Darstellung der drei Wege, die Gott uns zur Begegnung mit ihm selbst eröffnet hat“.

Zusammenarbeit tut Not

Bescheidenheit in Allianzen

„Wir bedürfen … der weltweiten Bundesgenossenschaft unter allen denen, die noch oder schon bereit sind, sich für Frieden einzusetzen. …

Es steht uns also wohl an, in diese Allianz mit aller Bescheidenheit einzutreten und in ihr zu lernen, was wir noch nicht wissen und vor allem nicht praktizieren.“

„Etwas grundlegend Wichtiges … für die Wahrheit in Liebe eintreten …“

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WEITERFÜHRENDE  LITERATUR

 Zahrnt, Heinz: Mutmaßungen über Gott. Piper 1994

 

Gruppe von Dombes: Für die Umkehr der Kirchen, Identität und Wandel im Vollzug der Kirchengemeinschaft. Lembeck/Knecht 1994 (1991)

 

Ariarajah, S. Wesley: Die Bibel und die Andersgläubigen. Lembeck 1994

 

Kirste, Reinhard, u.a. (Hg): Vision 2001  Die größere Ökumene. In Interreligiöse Horizonte, Böhlau 1999

 

Jörns, Klaus-Peter: Notwendige Abschiede  Auf dem Weg zu einem glaubwürdigen Christentum. Gütersloher Verlagshaus 2004

 

Demir, Ali und Cäcilia Schmitt: Ein Islamdenker für unsere Zeit: Bediuzzaman Said Nursi – Islam und Aufklärung. Nesil  2004

 

Bernhardt, Reinhold: Ende des Dialogs? Die Begegnung der Religionen und ihre theologische Reflexion. TVZ  2005

 

Sacks, Jonathan: Wie wir den Krieg der Kulturen noch vermeiden können. Gütersloher Verlagshaus 2007 (2005)

 

Micksch, Jürgen (Hg.): Evangelisch aus fundamentalem Grund  Wie sich die EKD gegen den Islam profiliert. Lembeck 2007

 

Börngen, Ulrich: Trialogisch für den Frieden. Evangelische Aspekte 16, Heft 2, 15. Mai 2006, S. 63

Börngen, Ulrich: Gemeinsam unterwegs zu einer Ökumene der Weltreligionen. Rückblick auf 12 Gebetsstunden der Religionen für den Frieden in Stuttgart und Erfurt. BoD, 2007, 172 S., ISBN 978-3-8370-0746-6

Börngen, Ulrich: In bleibender Erinnerung an unseren Jan Jakubowski, sel. A.. Brücke (Informationsbrief der GZJZ Stuttgart), Nr. 3, 2008, S. 9

Börngen, Ulrich: Interreligiöse „Partnerschaft ohne Schranken“. Evangelische Aspekte, Heft 4, 15. November 2008, S. 23

Börngen, Ulrich: „Zusammenleben statt gegenseitige Unverträglichkeit“. Brücke (Informationsbrief der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Stuttgart), Nr. 4, 2008, S. 11

Börngen, Ulrich: Anregungen zum Brief der 138 muslimischen Gelehrten. Elemente einer Antwort. Wie können die christlichen Kirchen auf den Brief der 138 islamischen Autoritäten „Ein Wort, das uns und euch gemeinsam ist“ reagieren? Dokumentation eines Studientages am 14. November 2008 in Karlsruhe. Evangelische Akademie Baden, Januar 2009, S. 36

      Börngen, Ulrich: Für einen Dialog mit Muslimen. Zum Brief der 138 muslimischen Gelehrten. Freies Christentum Heft 4, 2009, S.     94

      Börngen, Ulrich: Brief von 138 muslimischen Theologen – von Ulrich Börngen kurzgefaßt. Freies Christentum, Heft 3, 2010, S.    78-79

  

 

  Zwei Texte  für den Weiterweg

Traue nicht deinen Augen    Traue deinen Ohren nicht

Du siehst Dunkel     Vielleicht ist es Licht

Bertold Brecht (1898-1956) Gedichte.  Suhrkamp 1981/1993, S. 966

 

Herr, lebendiger, ewiger Gott,

du bist der Eine und Einzige,

und kein anderer ist neben dir.

Du bist der Herr der Welt,

denn du hast sie geschaffen und regierst sie.

Deine Herrschaft aber achtet die Freiheit deiner Geschöpfe

und gibt ihnen Raum, zu wollen und sich zu entscheiden.

Gib, daß ich dich nicht vergesse

Und deine Großmut nicht mißbrauche.

Romano Guardini

 

 

 Die Aufruf-Statistik für igfstuttgart ergibt in der Zusammenfassung

folgende Anzahl von Besuchen pro Quartal:

für das Jahr 2007:   289  -  1088  -  2469  -  4400

für das Jahr 2008:  ca. 4100  -  1540  - 447  -  556

für das Jahr 2009:  526  -  550  -  503  -  620

  

 Weitere Einzelheiten gern über ulboe.stgt@web.de

- bitte unter Betr. mit stichwortartigem Anfragegrund!

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